Bürgergeld – Auf einen Blick

Höherer Regelsatz wird automatisch ausgezahlt

Ihre Fragen – unsere Antworten – rund um das neue Bürgergeld

Für Sie kurz und knapp das Wichtigste zusammengefasst!

Ausführlichere Informationen finden Sie unterhalb der Zusammenfassung in den FAQ!


Wie ist der Stand der Dinge?

Zum 1. Januar 2023 hat das Bürgergeld die Grundsicherung abgelöst. Das Bürgergeld wird in zwei Schritten eingeführt. In einem ersten Schritt wurden zum Jahresanfang der Regelsatz erhöht und eine Bagatellgrenze eingeführt. In einem zweiten Schritt werden Mitte des Jahres die Kernelemente zu Weiterbildung und Qualifizierung eingeführt.

Was bedeutet das?

Die erhöhten Regelsätze wurden pünktlich zum Jahreswechsel ausgezahlt.

Es ist für das Bürgergeld kein neuer Antrag notwendig.

Wer über den Jahreswechsel hinaus Leistungen des Jobcenters bezieht, bekommt automatisch den höheren Regelsatz ausgezahlt.

Neue Regelsätze, Schonvermögen und Freibeträge

Der Regelsatz hat sich für Alleinstehende zum 1. Januar 2023 auf 502 Euro, für Paare je Partner auf 451 Euro erhöht. Für Nicht-erwerbstätige Erwachsene unter 25 Jahren im Haushalt der Eltern stieg der Betrag auf 402 Euro, für Jugendliche von 14 bis 17 Jahren auf 420 Euro, für Kinder von 6 bis 13 Jahren auf 348 Euro und für Kinder unter 6 Jahren auf 318 Euro.

Das Schonvermögen beträgt seit dem 01.01.2023 im ersten Jahr 40.000 für das antragstellende Mitglied der Bedarfsgemeinschaft, für jede weitere Person 15.000 Euro. Ebenfalls im ersten Jahr werden von den Jobcentern die tatsächlichen Kosten der Wohnung übernommen. Nach Ablauf dieses Jahres muss die Unterkunft angemessen sein.

Durch höhere Freibeträge dürfen bei einer Beschäftigung mit einem Einkommen zwischen 520 und 1000 Euro 30 Prozent davon behalten werden. Junge Menschen behalten das Einkommen aus Schüler- und Studentenjobs und das Einkommen aus einer beruflichen Ausbildung bis zur Minijob-Grenze (derzeit 520 Euro). Einkommen aus Schülerjobs in den Ferien bleibt gänzlich unberücksichtigt.

Sanktionsmoratorium endet zum Jahreswechsel

Im Falle von Pflichtverletzungen müssen die Jobcenter seit Januar wieder Minderungen aussprechen, das Sanktionsmoratorium endet somit zum Jahreswechsel. Bei einem Meldeversäumnis liegt die Minderung bei 10 Prozent, bei den anderen Pflichtverletzungen sind diese gestaffelt. Beim ersten Verstoß 10 Prozent für einen Monat, 20 Prozent für zwei Monate beim wiederholten Verstoß sowie 30 Prozent für drei Monate bei einem weiteren Verstoß. Sanktionen kommen nur selten vor. Im vergangenen Jahr mussten lediglich 3,1 Prozent der Leistungsberechtigten mit mindestens einer Sanktion belegt werden.

Das Bürgergeld-Gesetz wurde am 20.12.2022 im Bundesgesetzblatt verkündet.

Anpassung von Anträgen, Bescheiden und Schreiben

Die Anträge, Bescheide und Schreiben der Jobcenter werden voraussichtlich Schritt für Schritt angepasst. Es kann vorkommen, dass Sie nach der Einführung des Bürgergeldes Dokumente erhalten, die noch keinen Hinweis darauf enthalten. Es kann auch sein, dass zunächst weiterhin die Begriffe „Arbeitslosengeld II“ und „Sozialgeld“ verwendet werden.

Lassen Sie sich davon nicht verunsichern: Sie werden nach und nach Anträge, Bescheide und Schreiben erhalten, die auf das Bürgergeld umgestellt sind.


Haben Sie Fragen?

Informieren Sie sich gerne ausführlicher in den nachstehenden FAQ: Fragen und Antworten zum Bürgergeld oder stellen Sie uns Ihre Frage gerne per E-Mail!